Bending

Josef Greppmair

Der Begriff Bending leitet sich von dem englischen Verb to bend (“biegen, krümmen”) ab. Er bezeichnet eine Gitarren-Spieltechnik, die zumeist beim Solo-Spiel auf der E-Gitarre eingesetzt wird. Um ein Bending zu spielen, wird die bereits angeschlagene Gitarrensaite mit einem oder mehreren Fingern im gleichen Bund nach oben oder unten gezogen bzw. gedrückt. Durch die dabei veränderte Saitenspannung klingt der ursprünglich gespielte Ton höher. Der fließende Übergang zwischen den einzelnen Tonhöhen ermöglicht eine Phrasierung der gespielten Melodie. Als Stilmittel findet sich das Bending häufig in Blues- oder Rockgitarren-Soli. Grundsätzlich kann ein Bending auf jeder Gitarre gespielt werden, erfordert jedoch bei Akustikgitarren einen wesentlich höheren Kraftaufwand als bei E-Gitarren.
Wer es selbst einmal versuchen möchte oder einfach nur ein Beispiel sehen will, sollte sich hier das Bending Video von unserem Lehrer Sebi ansehen.

In der Tabulatur wird das Bending übrigens mit einem “b” (für bend) dargestellt. Wird eine Saite im fünften Bund so weit gedehnt, bis sie dem Ton im siebten Bund entspricht, schreibt man beispielsweise 5b7.