E-Bass

Josef Greppmair

Der E-Bass ist eine Weiterentwicklung des Kontrabasses. Anders als der aufrecht stehende Kontrabass wird der E-Bass mit Halsgurt (wie eine E-Gitarre) vor dem Körper gehalten und gespielt. Auch im Aufbau ähnelt der E-Bass einer E-Gitarre. Der zumeist aus Massivholz gefertigte Körper besitzt keinen Resonanzraum. Ein E-Bass wir daher grundsätzlich elektrisch verstärkt gespielt. In der Regel hat ein E-Bass vier Saiten, die eine Oktave tiefer gestimmt werden als die vier tiefen Saiten einer Gitarre (E A D G). In seiner Funktion als Bassinstrument ist der E-Bass für das akustische Fundament in einer Band verantwortlich. In Verbindung mit einem Schlagzeug spielt er außerdem eine wichtige Rolle in puncto Rhythmus-Stabilität. Die Entwicklung von elektrisch verstärkten Bässen begann in den 1930er Jahren, als die bis dahin üblichen Kontrabässe im Vergleich zu den aufkommenden E-Gitarren nicht mehr laut genug waren. Ab 1935 wurden die ersten kommerziell gefertigten E-Bässe im Handel angeboten. Heutzutage ist der E-Bass in nahezu allen Musikstilen zuhause und aus der Besetzung moderner Bands nicht mehr wegzudenken.

Die Lautstärke und die Klangfarbe des Signals können über den Kippschalter für die Tonabnehmerauswahl und über die Drehregler (Potiknöpfe) verändert werden. Jeder E-Bass hat eine Klinkenbuchse, in die ein Instrumentenkabel gesteckt werden kann. Das Griffbrett ist in der Regel in 20 bis 24 Bünde unterteilt. Gespielt wird der Bass meist mit einem speziellen Fingerpicking oder auch mit einem Plektrum bzw. Pick. Eine am E-Bass einzigartige Spielweise ist hierbei das Slappen.