Tonabnehmer

Josef Greppmair

Der Tonabnehmer einer Gitarre leitet das Tonsignal an einen Verstärker oder an ein Mischpult weiter. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Tonabnehmern: Elektromagnetische Tonabnehmer und Piezo-elektrische Tonabnehmer.

Elektromagnetische Tonabnehmer kommen hauptsächlich bei E-Gitarren und E-Bässen vor. Sie bestehen aus Magneten, die mit einer Kupferspule umwickelt sind. Wenn eine Saite aus ferro-magnetischem Material (i.d.R. Stahlsaite) innerhalb des Magnetfelds des Tonabnehmers schwingt, entsteht eine elektromagnetisch induzierte Wechselspannung mit der Frequenz der schwingenden Saite. Dieses elektrische Signal wird dann an den Verstärker weitergegeben. Elektromagnetische Tonabnehmer kommen meist als Humbucker oder Single Coil vor.

Piezo-elektrische Tonabnehmer wandeln den Körperschall des Instruments in eine elektrische Spannung um. Sie kommen i. d. R. bei Westerngitarren und klassischen Gitarren vor. Da sie die Schwingung des Körpers übertragen, können sie auch bei Instrumenten genutzt werden, die mit Nylon- oder Darmsaiten bespannt sind. Meistens sind sie im Steg eingebaut und daher „unsichtbar“. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Tonabnehmer auf den Gitarrenkorpus zu kleben. Hier funktioniert er dann wie ein Körperschallmikrofon.

Grundsätzlich klingen elektromagnetische Tonabnehmer etwas „E-Gitarriger“ und Piezosysteme etwas „natürlicher“. Es gibt aber auch Mischbauweisen. Piezosysteme sind außerdem anfälliger für Feedback als elektromagnetische.